Hilfe für Familien

Hilfe für Familien

Steigende Scheidungszahlen, eine abnehmende Geburtenrate und die Zunahme der Single-Haushalte gelten allgemein als Indiz dafür, dass die Lebensform Familie in die Krise geraten ist. Es wird behauptet, dass die Gesellschaft die Bedürfnisse der Arbeitswelt zunehmend über die Belange der Familie stellt. Nostalgisch und wehmütig wird dabei einer Familienidylle nachgetrauert, die es jedoch bei näherem Hinsehen nie gegeben hat. Es zeigt sich vielmehr, dass der Wandel der innerfamiliären Beziehungen bereits vor längerer Zeit begonnen hat und dass die heutige Diskussion darüber oft oberflächlich und mit Vorurteilen behaftet ist.

In vielen Sendungen und Zeitungsberichten werden fast täglich Rollen- und Familienbilder zur Diskussion gestellt. In regelmäßigen Abständen können sich die Leser und Zuschauer zu den Themenbereichen Frau, Karriere und Familie informieren. Die Bewertungen fallen hierbei sehr unterschiedlich aus. Erscheint einmal die "Hausfrau und Mutter" als veraltetes Lebensmodell, wird kurz darauf eine erneute Hinwendung von Frauen zur Mutterrolle gelobt. Andererseits fühlen sich auch die Kinderlosen gebrandmarkt.

Eine liebevolle, verlässliche Partnerschaft, eine glückliche Familie und fröhliche, zufriedene Kinder stehen bei vielen Paaren auf der Wunschliste der Lebensziele ganz oben. Die Familie wird als Ort der bedingungslosen Liebe, Geborgenheit, der gegenseitigen Achtung und Treue, der emotionalen Rückzugsmöglichkeit verstanden. Die Sehnsucht danach ist groß, die Realität sieht aber häufig ganz anders aus und steht nicht auf der Wunschliste unserer großen Lebensziele.

Ständig wechselnde Informationen und Festschreibungen verunsichern Mütter und Väter. Da kommt es häufig zu Schwierigkeiten und Konflikten, die Eltern nicht allein lösen können. Und wenn dann auch noch das anerkannte und gelobte Familienbild zerbricht ist für alle Familienmitglieder die Krise vorprogrammiert.